Mit der zweiten Ausgabe von CinemAmbulante haben wir es geschafft, im Herzen der kalabrischen Sozialszene mitzuwirken. Unser Wunsch war es hierbei sich nicht auf die einzelne Stadt Amantea zu beschränken, sondern unser Netzwerk auf die umliegenden Gemeinden und Verbände auszudehnen.  

Das Projekt hat es uns ermöglicht, eine stabile Retrospektive in Kalabrien zu schaffen, einem Gebiet, in dem dem Kino nicht viel Platz eingeräumt wird. 

Des Weiteren ist uns bewusst geworden, dass wir dieses Projekt auch in Zukunft weiter entwickeln werden. Wir wollen das Projekt als Mittel zur Integration verwenden und hiermit vor allem eine Verbindung zwischen Italienern und Flüchtlingen schaffen.

In diesem Jahr haben wir in Cosenza zum ersten Mal ein Autokino organisiert.

Das Autokino fand drei Tage lang in Cosenza statt. Durch die aufblasbare Leinwand auf der Piazza XV Marzo und der Tatsache, dass ein Event dieser Art vorher noch nie in dieser Region stattgefunden hat, wurde das ganze für uns und alle Teilnehmer noch beeindruckender als erwartet. 

Die von uns präsentierten Filme erreichten Alt und Jung. Es war vor allem die Zusammenarbeit mit Radio Ciroma, die es uns ermöglichte, den Lärm zu reduzieren und einen einzigartigen Raum zu schaffen.

In Cosenza organisierten wir auch eine Vorführung mit Schulen über die Arbeit von NGOs im Meer. Ein sehr wichtiges Thema, besonders in Italien, da hier immer wieder über die Rolle von NGOs diskutiert wird und vor allem auch darüber, wer im Meer Leben retten sollte. Die Kinder konnten sich nach der Vorführung aktiv an der Debatte beteiligen, wodurch über gewisse Gemeinsamkeiten und Vorurteile gesprochen wurde.

Im Castello Svevo haben wir mit Hilfe des Vereins Cinepresi die Vorführung von THE TRIBE organisiert. 

In diesem Zusammenhang konnten wir einen Film vorführen, der komplexe und interessante soziale Themen behandelt. Die Vorführung wurde von einem auf Gebärdensprache spezialisierten Professor der UNICAL, Universität von Kalabrien, eröffnet. Sie betonte unter anderem die Bedeutung der Sprache und deren Kraft, die Brücken zwischen den Menschen schafft, diese aber ebenfalls zerstören kann. 

Im Comic-Museum von Cosenza organisierten wir die Vorführung eines Animationsfilmes, der an der Elfenbeinküste produziert wurde und aufgrund seines Soundtracks sehr gut ankam.

Die Provinz Crotone wurde ebenfalls in unser Projekt einbezogen, genauer gesagt die Stadt, in der das Verfahren zur Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen in Kalabrien erstmals erfolgte: Badolato. Hier feierten wir den Tag des Flüchtlings, indem wir mit der Künstlerin Sara Fratini im Flüchtlingszentrum ein Fresko anfertigten. Zusätzlich wurden Kurzfilme über die Integration gezeigt, begleitet durch den Klang der Tarantella und afrikanischer Tänze. 

Im Flüchtlingszentrum Amantea organisierten wir die Vorführung afrikanischer Kurzfilme mit italienischen Untertiteln für 300 junge Menschen mit Flüchtlingsstatus. Es war ein schöner Abend für alle Beteiligten. 

An der Universität von Kalabrien präsentierten wir eine Auswahl von Kurzfilmen für Studenten, die das Freiluftkino genießen konnten. Dieses Projekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Universitätsverbänden und dem UNICAL-Sekretär.

AUSGEWÄHLTE FILME:

Fishers of Men von MOAS

AYA: La vita a Yop City von Marguerite Abouet et Clément Oubrerie

The Tribe von Myroslav Slaboshpyskiy

I fiori di Kirkuk von Fariborz Kamkari

La Soledad von Jorge Thielen Armand

La Locanda della Felicità von Zhang Yimou

Vangelo von Pippo Delbono

MAKING OF